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Dad Bod: Willkommen in der Bauchfett-Hölle!

Seit ich das erste Mal eine Kurzhantel in die Hand genommen habe, habe ich eigentlich immer trainiert und – Erkältungen einmal ausgenommen – auch nie damit aufgehört. Dabei war ich in meinen 20ern dann auch durchgehend top in Form und konnte essen, was ich wollte und so viel ich wollte.

Oberkörperfrei mit einem gut definiertem Sixpack im Fitnessstudio im August 2017.
Schwer zu glauben, aber meine tägliche Ernährung bestand zu der Zeit primär aus Chicken Nuggets, Knusperjoghurt und Schokoriegeln (August 2017 mit 29 Jahren).

Und dann schaue ich mir irgendwann ein Urlaubsbild vom Strand an und denke: „Fuck… was ist das denn!? Was ist denn auf einmal mit meinem Bauch passiert?“

Vielleicht ging es dir schon einmal ähnlich. Oder du willst einfach nur wissen, was hinter diesem „Dad Bod“-Ausdruck steckt, den du letztens irgendwo aufgeschnappt hast (Aber hey, du warst bestimmt nicht gemeint 😉).

In beiden Fällen bist du hier richtig. Wir schauen uns an, was hinter dem Begriff steckt, wer oder was uns die Plauze vors steinharte Sixpack gehext hat und wie wir den „Vaterkörper-Fluch“ zügig wieder loswerden!

Mit einem „Dad Bod“ (oder eingedeutscht: „Vaterkörper“) wird umgangssprachlich ein männlicher Körpertypus beschrieben, der oft zwar nicht komplett untrainiert aussieht (eine gewisse Grundmuskulatur ist meist vorhanden), aber auch nicht gerade wie eine griechische Götter-Statue, da sich im Bauchbereich eine „feine“ bis sehr kräftige Schicht Körperfett angesammelt hat.

Betroffen von dieser (nicht allzu „medizinischen“) Diagnose sind meist Männer in ihren 30ern, 40ern und darüber hinaus. Anders als es der Begriff zunächst suggeriert, musst du dafür aber nicht zwangsläufig bereits Vater sein. Du darfst also gerne auch mit in den „Vaterbauch-Club“, wenn du die Blutlinie deiner Ahnen aktuell noch nicht fortgesetzt haben solltest („Willkommen!“).

Ein Stammbuch liegt auf einem Holztisch und steht scherzhaft dafür, dass man auch, wenn man noch kein Vater ist einen sogenannten Dad Bod haben kann.
Die Dad-Bod-Bruderschaft ist offen für jedermann und kennt keine Diskriminierung aufgrund (noch) fehlender Stammbuch-Einträge.

Das kann tatsächlich ganz verschiedene Ursachen haben und ein „Mein Stoffwechsel ist auf magische Weise ganz langsam geworden“ dürfte oft nicht der Hauptgrund sein.

Vielmehr sind es oft Unterschiede in der Lebensführung, die deinen Bauch in aller Heimlichkeit unter deinem Lieblingsshirt wachsen lassen.

Lass uns mal ein paar davon anschauen und dann kannst du überlegen, ob und was davon bei dir zutreffen könnte, wenn du schon „Club-Mitglied“ sein solltest:

Evtl. hast du deinen Fokus in den letzten Jahren stärker auf deine berufliche Karriere gerichtet, bist Vater geworden und hast familiäre Verantwortung hinzugewonnen oder vielleicht sogar ein Haus gekauft, gebaut oder bist gerade dabei.

Da kann es leicht passieren, dass der Sport hintenrunterfällt, weil einfach die Zeit fehlt. Dadurch fällt aber zum einen ein möglicher Energieverbraucher weg und zum anderen ein wichtiger Faktor für Muskelaufbau und -erhalt.

Noch viel mehr ins Gewicht (hier sogar sprichwörtlich) fällt bei vielen eine Reduktion der Alltagsbewegung. Hast du in deinen 20ern vielleicht noch viele Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolviert und das Geschirr in deiner WG von Hand gespült, werden jetzt wahrscheinlich viele Wege nur noch mit dem Auto absolviert, während sich Geschirrspülmaschine und Staubsaugroboter um den Haushalt kümmern.

Statt draußen mit deinen Kumpels unterwegs zu sein, verbringst du jetzt evtl. viel Zeit sitzend im Büro – oder sogar im Homeoffice und kommst fast gar nicht mehr raus. Das kann wirklich eine ganze Menge ausmachen und deinen Energieverbrauch im Alltag deutlich absenken.

Isst du dabei aber weitgehend so wie vorher, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die überschüssige Energie ein kuschliges Plätzchen zum Verweilen in deiner Körpermitte sucht.

Möglicherweise hat sich aber auch deine Energieaufnahme verändert (sprich: sie ist angestiegen). Vielleicht kann deine Frau oder Freundin einfach verdammt gut kochen… hohe Wahrscheinlichkeit, dass du dir noch einen zweiten Teller auflädst – anders als bei den kalten Dosen-Ravioli aus der WG-Zeit.

Bist du bereits Vater, dürftest du zudem mit dem Phänomen vertraut sein, dass von deinen Kindern übrig gebliebene Essensreste am Ende auf deinem Teller landen (und von da aus dann schnell den Weg in deinen Bauch finden). Zusätzliche Kalorien, die dir schnell einen Strich durch die Rechnung mit der ausgeglichenen Kalorienbilanz machen.

In der Box zur Alltagsbewegung haben wir außerdem schon kurz über das Thema Homeoffice gesprochen und das kann auch ernährungstechnisch relevant sein. Denn der prall gefüllte Kühlschrank und die Süßigkeiten-Schublade sind stets gefährlich nahe…

Stress – etwa jobbedingt oder durch familiäre Themen – kann dazu führen, dass du schneller mal zu (meist kalorienreicher) „Nerven-Nahrung“ greifst.

Schlafmangel auf der anderen Seite, etwa weil deine Kids ganz andere Vorstellungen vom optimalen Schlafzeitraum haben als du, kann zudem dein Hunger- und Sättigungsgefühl beeinflussen.

So kann es dann leicht passieren, dass du über den gesamten Tag deutlich mehr Energie zuführst, als du es eigentlich vorhattest.

Das Ergebnis ist dann oft ein Bauch, der größer ist, als er es eigentlich sein sollte (wenn er dich denn einfach mal nach seiner optimalen Größe gefragt hätte).

Sieht evtl. „doof“ aus, kann den Alltag schwerer machen und manchmal auch gesundheitlich bedenklich sein (Stichwort: Viszeralfett).

Die erste Regel des Vaterbauch-Clubs lautet: Niemand verlässt den Club… jemals. Nein, Spaß beiseite: Solange aus deinem „Dad Bod“ noch kein „Dead Bod“ (Ba-dum-tss!) geworden ist, kannst du das Ruder noch herumreißen.

Denk doch mal an Orpheus: Der hat seine Eurydike sogar aus dem Hades zurückgeholt (oder es zumindest versucht…). Da wirst du dich doch auch aus der Bauchfett-Hölle herauskämpfen können!

Entscheidend, um den Dad Bod loszuwerden und wieder in Form zu kommen, sind diese 4 Bausteine:

1. Kaloriendefizit

Das Wichtigste ist ein Kaloriendefizit. Das heißt, du musst über einen längeren Zeitraum mehr Energie verbrauchen als du durch deine Ernährung zuführst. So kann dein Körper die – unter anderem im Bauchbereich – gespeicherten Energiereserven (= dein Körperfett) nutzen und nach und nach abbauen.

Übrigens: Einfach nur jeden Tag 100 Sit-ups wegzukloppen, wird dir leider nicht viel helfen beim Versuch, das Bauchfett abzubauen (denn gezielter lokaler Fettabbau funktioniert leider nicht). Du musst ins Kaloriendefizit, damit der Körper insgesamt Fett abbauen kann – auch aber nicht nur am Bauch.

2. Muskelaufbau-Reiz

Als nächstes brauchst du einen ausreichenden Trainingsreiz für deine Muskulatur. Dein Körper erhält so einen guten Grund, diese während der Diät zu erhalten (oder – je nach individueller Lage – sogar noch mehr davon aufzubauen), statt sie zur Energiegewinnung abzubauen.

Idealerweise erzeugst du diesen Reiz durch Krafttraining, weil du damit dank der riesigen Übungsauswahl und der gezielten Belastungssteuerung nahezu jeden Muskel trainieren und optimal fordern kannst.

3. Ausreichend Protein

Um Muskeln aufzubauen oder zu erhalten, brauchst du eine gewisse Menge Protein, die du deinem Körper täglich zuführst.

Insbesondere, wenn du dich im Kaloriendefizit befindest – und genau das ist für den Fettabbau ja notwendig – ist es sehr wichtig, dass du hier auf eine ausreichende Menge achtest, damit dein Körper genug „Baumaterial“ hat.

4. Zeit und Geduld

Und als letztes brauchst du natürlich auch einfach Zeit (und etwas Geduld). Denn auch wenn der Bauch scheinbar über Nacht und aus dem Nichts kam, braucht er immer eine Weile, um sich zu verabschieden.

Wie lang genau hängt vor allem von deiner Ausgangslage, deinem Kaloriendefizit und deinem individuellen Ziel ab.

Und das ist im Prinzip auch schon die ganze Magie. Natürlich gibt es auch noch viele weitere Faktoren (z. B. Stress, Schlaf, weitere Nährstoffe etc.), die positiv oder negativ in die Rechnung hineinspielen und deinen Erfolg beeinflussen können. Doch die 4 genannten Faktoren sind quasi die Basis, um wieder in Form zu kommen.

Ein scherzhaftes Kündigungsschreiben, um die Mitgliedschaft im Vaterbauch-Club oder Dad-Bod-Club zu kündigen.
Ein Kündigungsschreiben reicht leider nicht aus, um den Vaterbauch-Club zu verlassen.

Aber natürlich ist die Richtung zu kennen immer noch etwas anderes als den Weg auch zu gehen und im besten Fall auch genau zu wissen, in welchem Tempo, mit welcher Ausrüstung und welcher Proviant-Zusammenstellung man am besten ans Ziel kommt.

Denn der Weg aus dem Bauchspeck-Hades kann beschwerlich sein und so manch einer musste seine Wanderung schon auf halber Strecke abbrechen oder erkennen, dass er trotz all seiner Bemühungen überhaupt nicht spürbar von der Stelle kam.

Wenn du dieses tragische Schicksal – das uns erneut an Orpheus und Eurydike erinnert – vermeiden willst, kannst du den Weg auch zusammen mit mir gehen. Mit meiner 12 Wochen Transformation (oder alternativ auch meinem Online Coaching) begleite ich dich auf deinem individuellen Weg zurück zur Bestform!

Auch ich bin mittlerweile wieder in Form – trotz Job, Familie und gefühlt 1.000 Aufgaben, die man als Vater eben so hat.

Mit einem zeiteffizienten Krafttraining, das auf deine individuellen Möglichkeiten (z. B. Equipment und Trainingsstand) zugeschnitten ist, alltagstauglichen Ernährungsvorgaben und jeder Menge Tipps, Tricks und Ratschlägen für deinen persönlichen Weg zum Ziel.

Egal, ob das nun der Adonis-Körper mit knüppelhartem Sixpack ist oder du deinen Hosengürtel einfach nur wieder ein, zwei Löcher enger stellen willst.

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