8 Gründe, warum du als Vater unbedingt trainieren solltest
Fitness- oder Krafttraining in den bereits randvollen Alltag als Familienvater einzubauen, fällt ehrlich gesagt nicht immer leicht. Warum der ganze Aufwand aber extrem lohnenswert ist und du aus meiner Sicht unbedingt regelmäßig trainieren solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Also… was kann Krafttraining alles für dich tun?
#1 Leistungsfähigkeit
Starten wir dabei einmal mit dem Offensichtlichsten: Denn dass regelmäßiges Hin- und Herschubsen von Hanteln, Kettlebells und anderen (viel zu) schweren Gegenständen deine Kraft steigert, ist wahrlich kein Geheimnis.
Aber was bringt dir das? Nun zum einen musst du deine Frau künftig nicht mehr leise fragen, ob sie das schwere Gurkenglas in der Küche für dich aufdrehen kann, nachdem du dir die Zähne daran ausgebissen hast.
Und zum anderen fällt dir auch so ziemlich alles andere im Alltag, was irgendwie mit Kraft zu tun hat, künftig wesentlich leichter:
Das ist an sich schon ziemlich cool und das „Freischalten“ immer neuer Kraftrekorde kann ein ziemlich motivierendes Real-Life-Rollenspiel mit Level-up-System sein (+1 auf Stärke), aber es ermöglicht dir auch weiterhin, mit deinen Kindern (und später deinen Enkelkindern) spielen, toben und mithalten zu können.
Während andere Männer im Laufe der Jahre oft schwächer werden, Muskeln, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verlieren, gehst du in die entgegengesetzte Richtung und wirst immer stärker.

#2 Aussehen
Aber auf der Papa-Coolness-Bingokarte steht nicht nur, der stärkste Vater in der Nachbarschaft zu sein, sondern natürlich auch so auszusehen – mit einem flachen Bauch und zwei sonnenverdunkelnden Bizepsbergen.
Und Krafttraining ist – in Verbindung mit der richtigen Ernährung und ausreichend Regeneration – eines der besten Tools, um genau das zu erreichen und ein paar Pluspunkte auf das Attribut „Aussehen“ zu laden, egal ob im Schwimm- oder Freibad mit den Kids oder auch in ganz normalen Klamotten.
Und mal abgesehen vom Vorstoßen in extrem niedrige KFA-Regionen (die oftmals nicht mehr ganz so viel Spaß machen), wirst du dich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sehr viel besser und wohler in deiner Haut fühlen und auch von außen ganz anders wahrgenommen werden, wenn du wieder richtig in Form kommst.
Deine Kinder werden bestimmt stolz auf deine sportlichen Erfolge sein und deine Frau wird sich bei dir vermutlich auch nicht beschweren, wenn du deinen Bauch auf dem Kontinuum zwischen Gürtelsprenger und Waschbrettbauch noch ein bisschen weiter in Richtung des Letztgenannten bringst…

#3 Gesundheit
Doch Krafttraining bietet noch mehr und kann dir auch ein paar Pluspunkte im Gesundheitsbereich einbringen. So können verschiedene Formen körperlicher Betätigung, zu denen auch Krafttraining zählt, etwa…
…und viele weitere Gesundheitsparameter positiv beeinflussen.
Übrigens gibt es Hinweise darauf, dass sich regelmäßiges Krafttraining auch positiv auf die Erhaltung der kognitiven Gesundheit auswirken kann.
Dazu kommt oft auch noch ein indirekter Effekt des Kraft- und Muskelaufbautrainings: Denn bei vielen Personen, die Gefallen am Krafttraining gefunden haben, wächst mit der Zeit auch das Interesse an einer gesunden Ernährung als optimaler Basis, sowohl für Fortschritte im Training als auch langfristiger Gesundheit.
Krafttraining kann also auf vielfältige Weise dazu beitragen, dass du noch lange gesund bleibst und voll für deine Familie da sein kannst.
Bleiben wir bei der zu Beginn des Beitrags aufgemachten Rollenspiel-Analogie, ist Krafttraining also auch ein ernst zu nehmendes Upgrade für das Attribut „Vitalität“ und deine daraus resultierenden „Lebenspunkte“.
#4 Willenskraft
Und da es – seist du am Anfang auch noch so motiviert – immer mal wieder Tage geben wird, an denen du eigentlich gar keinen Bock aufs Training hast und dich vor deinem geistigen Auge eher in deinem Lieblingssessel als unter einer Langhantel mit dem x-fachen deines Körpergewichts im Nacken siehst, ist regelmäßiges Widerstandstraining auch ein prima Training für deine Willenskraft.
Denn manchmal musst du als Vater (oder als Mann generell) einfach die Dinge tun, die getan werden müssen, egal wie wenig Lust du gerade darauf hast. Und regelmäßiges Krafttraining, bei dem du dich Wiederholung für Wiederholung an deine Grenze kämpfst, ist eine gute Möglichkeit, das immer wieder zu üben und die Unlust in die Knie zu zwingen, statt sich von ihr mit der Chipstüte auf die Couch treiben zu lassen.

#5 Schlaf
Doch auch ein echter Kämpfer sollte sich von Zeit zu Zeit mal eine Pause nehmen. Im besten Fall in der Nacht durch einen guten Schlaf, nachdem du die wichtigsten Aufgaben des Tages bewältigst und deine Frau und deine Kids erfolgreich ins Bett gebracht hast.
Krafttraining kann deinen Tag zwar nicht auf magische Weise auf 36 Stunden verlängern, sodass du jeden Tag deinen 12-stündigen Heldenschlaf bekommst, aber es birgt das Potenzial, deine Schlafqualität zu steigern und deine Schlafdauer zu erhöhen – also zumindest so lange deine Kinder nicht spontan entscheiden, dass 3 Uhr nachts der ideale Zeitpunkt für eine wilde Hüpfparty auf dem Familienbett ist.
Und ausreichend guter Schlaf spielt auf positive Weise in so viele Lebensbereiche hinein, dass das schon wieder einen eigenen Beitrag wert wäre. Schmeißen wir an dieser Stelle einfach nur ein paar Schlagworte rein:
Wichtig ist im Hinblick auf eine mögliche Verbesserung des Schlafs jedoch, dass du individuell schaust, wie groß der Abstand zwischen Training und Schlaf sein sollte. Manch einer kann direkt nach dem Training ins Bett fallen und die ganze Nacht durchschlafen. Eine andere Person liegt direkt nach dem Training hellwach im Bett und verbringt erst einmal ein paar Stunden damit, Risse in der Zimmerdecke zu zählen oder die Struktur der Schlafzimmertapete zu analysieren, statt das Ticket ins Traumland zu nehmen…
Abraten kann ich dir auf jeden Fall davon, dich bei einem späten Training noch mit Koffein und Trainingsboostern in eine andere Galaxie zu schießen… Das ist so gut wie immer eine schlechte Idee, wenn man nochmal irgendwann die Augen schließen will, bevor der Hahn am nächsten Morgen kräht.

#6 Stimmung
Jeder Vater kennt das: Du hast einen schlechten Tag (z. B. weil ein Projekt auf der Arbeit schief ging oder du Ärger mit deinem Chef hattest) und fährst dann angespannt und mit schlechter Stimmung nach Hause zu deiner Familie. Dein Stress-Tank ist also schon vor der Ankunft bis zum Rand gefüllt und unnötiger Zoff in der Familie wegen irgendeiner Kleinigkeit zum Greifen nah.
Krafttraining kann ein gutes Ventil sein, um einerseits Stress abzulassen und andererseits dem Tag noch eine Wendung mitzugeben. Denn dein Job ist auch nur ein Lebensbereich (von vielen) und der eine Misserfolg nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtbilds. Also lass das nicht den Rest deines Tages bestimmen, blättere eine Seite weiter und lege dich auf die Hantelbank!
Vielleicht holst du heute einen neuen Rekord in einer deiner Lieblingsübungen? Ein oder zwei Wiederholungen mehr als beim letzten Mal oder vielleicht sogar mehr Gewicht. Das sind diese kleinen und stetigen Erfolge, die sich jedes Mal wie ein Level-up anfühlen.
Und selbst wenn mal kein PR (= Personal Record) drin ist: Alleine, dass du das Training durchgezogen und einen weiteren Wachstumsreiz gesetzt hast, der dich künftig stärker macht, ist wahnsinnig viel wert. Das ist ein echter Erfolg, der dem ganzen Tag eine neue Farbe geben kann. Du fühlst dich besser und erfolgreicher – und das spüren auch deine Frau und deine Kids.
Übrigens kann Training auch bei Rückschlägen in anderen Lebensbereichen helfen, dich abzulenken und aus negativen Gedankenspiralen auszusteigen. Einige Studien zeigen zudem, dass sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining antidepressiv wirken können. Also tu auch deinem Geist etwas Gutes und trainiere!

#7 Energie
Ein weiterer möglicher Vorteil: Viele Menschen fühlen sich unmittelbar nach dem Training deutlich fitter und wacher als vorher. Also mehr Energie, um im Anschluss zum Beispiel noch eine kleine Runde mit deinen Kindern zu toben, zu spielen und eine gute gemeinsame Zeit zu haben, statt direkt erschöpft auf die Couch zu fallen.
Vorausgesetzt natürlich, du hast dich davor nicht gerade komplett Richtung Hades trainiert…

#8 Vorbildfunktion
Und ein Punkt darf am Ende unserer Liste nicht fehlen: die Vorbildfunktion.
Denn – insbesondere wenn du ab und an auch zuhause trainierst – wachsen deine Kinder mit Fitness und Training als festem Bestandteil des Alltags auf. Training gehört wie selbstverständlich dazu, kann das Eigeninteresse daran anregen und so dazu beitragen, dass deine Kinder irgendwann vielleicht ebenfalls das Widerstandstraining (oder auch sportliche Betätigung allgemein) als wichtigen Baustein für das eigene Leben entdecken und dann genau so wie du von den zahlreichen Vorteilen profitieren.
Fazit: Warum sich Training als Vater lohnt
Das waren meine 8 Gründe, warum du als Vater unbedingt in irgendeiner Form körperlich trainieren solltest. Das kann, aber muss nicht, im Fitnessstudio sein. Denn auch zuhause in der Wohnung, im heimischen Garten, auf Spielplätzen und in Calisthenics-Parks gibt es großartige Möglichkeiten, den ganzen Körper zu trainieren (mit und ohne Equipment).
Und wenn du dir dabei die bestmögliche Unterstützung wünschst, dann lass uns das gern gemeinsam angehen! Ich stehe an deiner Seite – ob als Online Coach oder Personal Trainer in Bad Friedrichshall und Umgebung!
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